Deutschunterricht in der 1. Klasse

Der DEUTSCHUNTERRICHT in der 1. Klasse

Im Deutschunterricht in der ersten Klasse der Grundschule werden sowohl der emotionale als auch der kognitive Entwicklungsstand der Schulanfänger besonders berücksichtigt. 

  • Wie in allen Klassen ist eine positive Lernatmosphäre essenziell für den Lernerfolg der Schüler*innen. Die Lehrkraft unterstützt jedes Kind beim Lernen sowie beim Stärken seiner Selbstständigkeit und seines Selbstvertrauens.
  • Die Kinder bringen oft sehr unterschiedliche Vorkenntnisse mit. Deshalb ist eine individuelle Förderung von großer Bedeutung. Nur so kann man den unterschiedlichen Bedürfnissen eines jeden Kindes gerecht werden und es bestmöglich auf den weiteren Schulalltag vorbereiten. Differenzierte Aufgabenstellungen und Materialien sind deshalb gerade in der 1. Klasse unerlässlich. Um allen Kindern den Zugang zur Sprache zu ermöglichen, werden oft auch spezielle Fördermaßnahmen, wie z. B. Deutsch als Zweitsprache, angeboten.
  • Die Schüler*innen lernen über alle Sinne – Hören, Sehen, Fühlen, Bewegen. So werden Buchstaben beispielsweise durch Nachformen aus Knete, durch Reime und Bewegungsübungen erlebbar gemacht.
  • Der Unterricht ist oft handlungsorientiert, um die intrinsische Motivation der Schüler*innen zu fördern und damit Erfolgserlebnisse zu schaffen. Lieder, Bilder, Sprach- und Bewegungsspiele sowie interaktive Geschichten helfen dabei, das Interesse an Sprache und Literatur zu wecken. Das Lernen erfolgt häufig in Partnerarbeit, Kleingruppen oder an Lernstationen.
  • Der Deutschunterricht in der 1. Klasse konzentriert sich zum einen auf die Sprachentwicklung. Hierbei geht es um das Fördern der phonologischen Bewusstheit und des Sprachverständnisses eines jeden Kindes. Im Mittelpunkt steht das Erkennen und Unterscheiden von Lauten. Übungen zur Lautbildung, zu Reimen und zur Silbentrennung sind essenziell, um den Grundstein für das spätere Lesen und Schreiben zu legen.
  • Daneben wird auch das Verstehen von Geschichten und alltäglichen Gesprächssituationen gefördert, um den Wortschatz und das Sprachgefühl der Kinder zu erweitern.
  • Zum anderen steht die Vermittlung von grundlegenden schriftsprachlichen Kompetenzen im Mittelpunkt, d. h. die Buchstabenkenntnis sowie das Schreiben und Lesen. Die Kinder lernen zunächst, die Buchstaben des Alphabets zu erkennen, ihnen Laute zuzuordnen und diese voneinander zu unterscheiden. Parallel dazu werden das Halten und Führen eines Stiftes geschult und erste Buchstaben geschrieben. Es folgen das Zusammenlesen von Lauten und das Schreiben passender Buchstaben, dann erste Lese- und Schreibübungen von Silben und kurzen Wörtern bis hin zu einfachen Sätzen und kleinen Texten.